helfer_gross_100.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   1. Helfer 
    (für Bewerberinnen und Bewerber ab dem vollendeten
    13. Lebensjahr) 
 
        a. 15 Minuten Dauerschwimmen, davon 5 Minuten
            Rückenschwimmen ohne Armtätigkeit
        b. 100 m Schwimmen in Überkleidern
        c. 15 m Streckentauchen 
        d. zweimaliges Tieftauchen (ca. 2 - 3m), jeweils mit
            Heraufholen eines ca. 2,5kg schweren Gegenstandes, 
            innerhalb von 5 Minuten 
        e. Heraufholen von 3 Tellern oder 3 Ringen bei einem
            Tauchversuch (Fläche ca.10m
2 Wassertiefe ca. 2 bis 3m)
        f. Paketsprung aus 2 bis 3 m Höhe ins Wasser
        g. je 25m Retten einer etwa gleich schweren Person mit Kopf-,
            Achsel- und Fesselgriff
        h. 50m Transportieren (Ziehen) einer gleich schweren Person
        i. praktische Ausübung der Befreiungsgriffe: Halsumklammerung
           von vorne und hinten, Würgegriff von vorne und hinten, 
           jeweils an Land und im Wasser
        j. praktische Ausübung der Bergegriffe
           "Bergen über den Beckenrand" und "Rautegriff"
        k. Kenntnis der Rettungsgeräte 
         l. Kenntnis der Selbstrettung
        m. kurze Prüfung über Erste Hilfe-Leistung bei Wasserunfällen
             und praktische Ausführung der Wiederbelebung
        n. Kenntnisse über Zweck und Organisation des
            Österreichischen Wasserrettungswesens 


 

retter_gross_100.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   2. Retter  
      (für Bewerberinnen und Bewerber ab dem vollendeten
       16. Lebensjahr)  
 
        a. 30 Minuten Dauerschwimmen, davon 10 Minuten
            Rückenschwimmen ohne Armtätigkeit 
        b. 300 m Schwimmen in Überkleidern
        c. 25 m Streckentauchen
        d. dreimaliges Tieftauchen (ca. 3 bis 4m), jeweils mit
            Heraufholen eines ca. 5kg schweren Gegenstandes, 
            innerhalb von 6 Minuten
        e. Heraufholen von 6 Tellern oder 6 Ringen bei einem 
            Tauchversuch (Fläche ca. 20m2, Wassertiefe ca. 2m)
        f. Paket- und Kopfsprung aus ca. 2-3m Höhe ins Wasser
        g. je 50 m Retten einer etwa gleich schweren Person, 
            beide bekleidet mit Kopf-, Achsel-, Fessel-
            und Seemansgriff
        h. 50 m Transportieren (Ziehen) einer gleich schweren Person
         i. praktische Ausübung der Befreiungsgriffe:
            Halsumklammerung von vorne und hinten
            Würgegriff von vorne und hinten
            Brustumklammerung von hinten ohne Einschluss der Arme
           
jeweils am Land und im Wasser 
         j. praktische Anwendung von mindestens 3 Bergegriffen
            (z.B. Bergen über die Leiter, Rautegriff, Bergen über 
            den Beckenrand, Schultertragegriff, Bergen in ein Boot) 
        k. kurze Prüfung über Erste Hilfe-Leistung bei Wasserunfällen
            und praktische Ausführung der Wiederbelebung
          l. Kenntnis der Selbstrettung 
        m. besondere Rettungshilfen bei Bade-, Boots-, Auto-
             und Eisunfällen 
        n. Anwendung von mindestens zwei Rettungsgeräten 
        o. Kombinierte Rettungsübung 


 

saver_100.jpg

        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   3. Livesaver 
      (für Bewerberinnen und Bewerber ab dem vollendeten
       17. Lebensjahr)

        A. Schwimmen
             a. 100 m Schwimmen (Brust oder Kraul in 1:40 Minuten
             b. 300 m Schwimmen mit Flossen in 4:30 Minuten
             c. 300 m Schwimmen in beliebigem Stil (ohne Flossen)  
                 in 9:00 Minuten

        B. Rettungstechnik  
             a. Ausführung von Rettungstechniken in folgender Abfolge: 
                 • 75 m Anschwimmen eines "Opfers" 
                 • Ausführung von drei Befreiungsgriffen 
                 • je 25 m  Retten mittels Kopf-, Achsel- und Fesselgriff

        C. Kombinierte Rettungsübung 
             a. Ausführung der kombinierten Rettungsübung innerhalb
                 von 2 Minuten, der Retter trägt dabei Shorts und
                 T-Shirt:  
                 • Rettungssprung (Schrittsprung) ins Wasser 
                 • 25 m Anschwimmen (Freestyle) 
                 • Abtauchen und Heraufholen eines
                   "Opfers" (Rettungspuppe oder Partner) aus
                    mindestens 1,5 m Tiefe 
                 • 25 m Retten des "Opfers"  
             b. Notfallcheck und Reanimation (mindestens 3 Minuten)
                 unmittelbar nach Durchführung von Punkt a.
                 dieser Rettungsübung

        D. Streckentauchen 
             a. 25 m Streckentauchen

        E. Anwendung und Erklärung von mindestens
             zwei Rettungsgeräten 
             (z.B. Rettungsbrett, Wurfsack, Rettungsmatratze,
             Gurtretter, Rettungsboje oder anderen  von der
             ARGE - ÖWRW anerkannte Rettungsgeräten) 
             a. Erklärung der Geräte 
             b. praktische Anwendung der Geräte

        F. Erste Hilfe - Maßnahmen 
             a. Durchführung der folgenden Basismaßnahmen:  
                 • Gefahren erkennen 
                 • Gefahrenstelle absichern, retten, bergen  
                 • Notfallcheck 
                 • stabile Seitenlage 
                 • Umdrehen einer Person aus der Bauchlage
                    in die Rückenlage 
                 • Notruf 
             b. Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung:   
                 • Herz-Lungen-Wiederbelebung (Erwachsene)  
                 • Herz-Lungen-Wiederbelebung (Kinder)  
                 • Herz-Lungen-Wiederbelebung (Säuglinge) 
             c. Erste Hilfe - Maßnahmen: 
                 • Umgang mit Patienten  
                 • Erste Hilfe - Maßnahmen (z.B. bei Schock, Blutungen, 
                   Verletzungen der Halswirbelsäule, Brüchen,
                   Unterkühlung)

        G. Besondere Durchführungsbestimmungen  
             a. Bei der Ausführung der Rettungstechnik (Punkt B) und 
                 der kombinierten Rettungsübung (Punkt C) muss der 
                 Retter beim Anschwimmen des "Opfers" den Kopf so 
                 weit über Wasser halten, dass ein laufender Blickkontakt
                 zum "Opfer" gewährleistet ist. 
             b. Im Zuge der kombinierten Rettungsübung (Punkt C) 
                 ist eine Erwachsenen - Reanimation durchzuführen. 
             c. Bei der Anwendung von Rettungsgriffen ist jeweils
                 eine ca. gleich schwere Person zu retten. 
             d. Im Rahmen der Rettungstechnik (Punkt B) sind
                 insgesamt 75 m zu retten, wobei alle 25 m ein
                 Griffwechsel zu erfolgen hat  
             e. Die Befreiungsgriffe sind vom Lehrer selbst zu prüfen 



 

lehrer_gross_100.jpg

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   4. Schwimmlehrer 
      (für Bewerberinnen und Bewerber ab dem vollendeten 
       18. Lebensjahr)

        A. Zusätzliche Voraussetungen 
             a. Bewerberinnen und Bewerber müssen im Besitz des
                 Retterscheines sein 
             b. abgeschlossener Erste Hilfe - Kurs
                 (mindestens 8 Doppelstunden),
                 der jedoch nicht älter als 5 Jahre sein darf   
             c. Bewerberinnen und Bewerber für den
                 Rettungsschwimmlehrer müssen die persönliche und 
                 fachliche Eignung zur Erteilung der Aufgaben, die
                 mit der vorgesehenen Verwendung verbunden sind,
                 besitzen. Insbesondere dürfen keine einschlägigen 
                 Vorstrafen vorliegen.    
             d. Mitarbeit im Rahmen von Schwimmkursen

        B. Ausbildungsinhalte und Prüfungsbedingungen 
             a. Kenntnis vom Aufbau, Wesen und Wirken
                 der Organisation 
             b. Kenntnis der Selbstrettung 
             c. Schwimmen in drei Stilarten (Brust, Kraul, Rücken) 
             d. praktische Arbeit mit mindestens drei Rettungsgeräten
                 (z.B. ABC-Ausrüstung, Gurtretter, Rettungsboje,
                 Wurfsack, Rettungsbrett) 
             e. 25 m Streckentauchen 
              f. Beherrschung des neuzeitlichen 
                 Anfängerschwimmunterrichtes in Theorie
                 und Praxis

        C. Besondere Durchführungsbestimmungen 
             a. Gute Allgemeinbildung und Unterrichtsgeschick 
             b. Die Prüfung ist vor einer Prüfungskommission, die durch 
                 die durchführende Organisation (gemäß Punkt A.3) 
                 zusammen zu setzen ist, abzulegen. 
             c. Die Ausbildung erfolgt im Rahmen eines Seminars im
                 Ausmaß von mindestens 16 Stunden, wobei Teile aus
                 aquivalenten Ausbildungen angerechnet
                 werden können.    
             d. Die Ausbildungs- und Prüfberechtigung (Durchführung 
                 von Schwimmkursen und Anfängerschwimmkursen,
                 Abnahme der Prüfungen für die österreichischen 
                 Schwimmabzeichen) wird im Zuge der Ausstellung
                 des Scheines auf die Dauer von maximal fünf Jahren
                 erteilt.  
             e. Die Verlängerung der Prüfberechtigung erfolgt im Rahmen
                 von Fortbildungen durch die ausstellende Organisation 
                 jeweils wieder auf die Dauer von maximal fünf Jahren.


 

rs_lehrer_gross_100.jpg

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   5. Rettungsschwimmlehrer 
      (für Bewerberinnen und Bewerber ab dem vollendeten 
       19. Lebensjahr)

        A. Zusätzliche Voraussetznung
             a. Bewerberinnen und Bewerber müssen im Besitz des 
                 Rettungsscheines sein
             b. abgeschlossener Erste Hilfe - Kurs (mindestens
                 8 Doppelstunden), der jedoch nicht älter als 5 Jahre 
                 sein darf, bzw. entsprechende Fortbildung
                 im Rahmen des Kurses  
             c. Bewerberinnen und Bewerber für den
                 Rettungsschwimmlehrer müssen
                 die persönliche und fachliche Eignung zur Erteilung
                 der Aufgaben, die mit der vorgesehenen Verwendung 
                 verbunden sind, besitzen. Insbesondere dürfen keine
                 einschlägigen Vorstrafen vorliegen.  
             d. Bewerberinnen und Bewerber für den 
                 Rettungsschwimmlehrer müssen der Leitung der 
                 zuständigen Organisation bzw. Zentralstelle durch
                 längere erfolgreiche Tätigkeit auf dem Gebiet
                 Wasserrettung bekannt sein. 
                 Aus der bisherigen Arbeit muss zu erkennen sein, 
                 dass die Bewerberin bzw. der Bewerber Theorie 
                 und Praxis des Rettens, der Wiederbelebung,
                 der Ersten Hilfe und des Anfängerschwimmunterrichtes 
                 beherrscht und über die notwendigen 
                 Organisationsfähigkeit zur Durchführung von
                 Veranstaltungen und Rettungsschwimmkursen sowie 
                 zur Errichtung eines Wasserrettungsdienstes verfügt.

        B. Ausbildungsinhalte und Prüfungsbedingungen  
             a. Theoretische und praktische Wiederholung der
                 Prüfungsbedingungen des Retters  
             b. Rettungsgeräte in Theorie und Praxis  
             c. Erste Hilfe in Theorie und Praxis mit Schwerpunkt auf
                 Erste Hilfe - Maßnahmen bei Wasserunfällen  
             d. Grundlagen der Methodik des
                 Anfängerschwimmunterrichts in Theorie und Praxis  
             e. Schwimmstile: Brust-, Kraul- und Rückenschwimmen
                 in Theorie und Praxis  
              f. Lehrauftritt    
             g. Zweck und Organisation des österreichischen
                 Wasserrettungswesens sowie der ausbildenden
                 Organisation  
             h. Bestimmungen für die österreichischen
                 Schwimmerabzeichen und 
                 Rettungsschwimmerabzeichen   
             i. rechtliche Bestimmungen bezüglich der Erteilung von
                Schwimmunterricht   
             j. Gefahren des Wassers, Baderegeln, Gebote für den 
                Rettungsschwimmer   
             k. Maßnahmen zur Vermeidung von Badeunfällen

        C. Erweiterte Ausbildungsinhalte und
             Prüfungsbedingungen
   
             a. Theoretische und praktische Kenntnisse des
                  ABC - Schwimmens   
             b. Basisinformation des Gerätetauchens in Theorie
                 und Praxis   
             c. Meisterschaften in Schwimmen und
                 Rettungsschwimmen   
             d. Gefahren des Fließgewässers und Wildwassers   
             e. Vorträge zu sportlichen Inhalten   
              f. Einsatz und Überwachungsdienst

        D. Besondere Durchführungsbestimmungen   
             a. Die Ausbildung erfolgt im Rahmen eines Kurses
                 im Ausmaß von mindestens 40 Stunden. 
                 Im Rahmen eines solchen Kurses ist die 
                 Lehrbefähigung in Theorie und Praxis des 
                 Rettungsschwimmens nachzuweisen.   
             b. Die Ausbildungs- und Prüfungsbedingungen
                 unter Punkt B sind jedenfalls zu unterrichten
                 beziehungsweise zu prüfen. Zusätzlich  
                 muss mindestens ein Thema aus den 
                 Erweiterungsbereichen gemäß Punkt C gewählt
                 werden.   
             c. Die Prüfung ist vor eine Prüfungskommission, die durch 
                 die durchführende Organisation (gemäß Punkt A.3)
                 zusammen zu setzen ist, abzulegen.   
             d. Die Ausbildungs- und Prüfberechtigung (Durchführung
                 von Schwimmkursen, Anfänger- und
                 Rettungsschwimmkursen, Abnahme der Prüfungen
                 für die österreichischen Schwimmer- und 
                 Rettungsschwimmerabzeichen) wird im Zuge der
                 Ausstellung des Lehrscheines auf die Dauer von
                 maximal fünf Jahren erteilt.   
             e. Die Verlängerung der Ausbildungs- und Prüfberechtigung
                 erfolgt im Rahmen von Fortbildungskursen für
                 Lehrscheininhaber durch die ausstellende Organisation
                 jeweils wieder auf die Dauer von maximal fünf Jahren.